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Alpweiden

Die Alpweide (auch Almweide) ist eine landwirtschaftliche Nutzfläche im Hochgebirge, die sich oberhalb der Waldgrenze und unterhalb der Schneegrenze befindet. Sie dient der saisonalen, extensiven Beweidung durch Rinder, Schafe, Ziegen oder Pferde während der Sommermonate (Alpung). Die Vegetation setzt sich vorwiegend aus Gräsern, Kräutern und Leguminosen zusammen, die an die kurze Vegetationsperiode und die rauen Klimabedingungen angepasst sind. Die Nutzung von Alpweiden unterliegt in Österreich und Deutschland strengen agrarrechtlichen Vorschriften, insbesondere im Rahmen des ÖPUL (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft) beziehungsweise der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU. Die Düngung ist gemäß der Düngeverordnung (DüV) stark limitiert, um Nährstoffeinträge in empfindliche Ökosysteme zu vermeiden. Die Bewirtschaftung erfolgt meist in Form der Umtriebsweide oder der Standweide, wobei die Besatzdichte an die natürliche Futterproduktion angepasst sein muss. Alpweiden sind essenziell für die Erhaltung der Biodiversität, den Erosionsschutz und die Kulturlandschaft im Alpenraum.