Alprinder

Der Begriff Alprinder bezeichnet in der landwirtschaftlichen Fachterminologie eine Sammelbezeichnung für Rinderpopulationen, die während der Vegetationsperiode auf Alm- bzw. Alpweiden im Hochgebirge (subalpine und alpine Stufe) gehalten werden. Es handelt sich hierbei nicht um eine eigenständige, züchterisch anerkannte Rasse, sondern um eine temporäre Haltungsform. Die Tiere stammen überwiegend aus Rassen des Fleckviehs, Braunviehs oder Pinzgauers, die für die extensive Beweidung in steilem, kuppiertem Gelände geeignet sind. Die Sömmerung auf Alpen dient der Nutzung von Grenzertragsflächen, die für eine ackerbauliche oder intensive Grünlandnutzung ungeeignet sind. Im Kontext des Jahres 2026 unterliegt die Alpung rechtlichen Rahmenbedingungen wie der österreichischen ÖPUL-Maßnahme „Alpung und Behirtung“ sowie den Vorgaben der Düngeverordnung in Deutschland, die eine maximal zulässige Besatzdichte von 1,4 Großvieheinheiten pro Hektar almwirtschaftlich genutzter Fläche vorschreibt. Die Haltung erfordert ein spezifisches Herdenmanagement, das Weidehygiene, Parasitenkontrolle und die Sicherstellung der Tiergesundheit unter alpinen Bedingungen umfasst. Die Tiere werden nach der Alpzeit, in der Regel Ende September, wieder in die Tallagen zurückgeführt.

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