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Esch-Technik – Verkaufsberater Agrar

Herdenmanagement

Herdenmanagement bezeichnet die planmäßige Organisation, Steuerung und Kontrolle der produktionstechnischen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Abläufe in einem Nutztierbestand. Im Unterschied zur Betrachtung des Einzeltiers steht die Herde als funktionale Einheit im Mittelpunkt. Zentrale Bereiche sind das Fruchtbarkeitsmanagement, die bedarfsgerechte Fütterung, die Tiergesundheit einschließlich Biosicherheit und Prophylaxe, die Remontierung sowie die Gestaltung der Haltungsumwelt. Grundlage bilden systematisch erfasste Kennzahlen wie Zwischenkalbezeit, Milchleistung, Zellzahl, Tageszunahmen oder Abgangsraten.

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Zur Datenerfassung werden digitale Herdenmanagementprogramme und Sensorsysteme eingesetzt, etwa zur Brunsterkennung, zur Messung von Wiederkau- und Bewegungsaktivität oder zur automatischen Gewichtserfassung. Rechtliche Rahmenbedingungen ergeben sich unter anderem aus dem EU-Tiergesundheitsrecht (Verordnung (EU) 2016/429), den nationalen Tierschutzbestimmungen sowie den Vorgaben zur Kennzeichnung und Registrierung von Tieren, die in Deutschland über die HI-Tier-Datenbank und in Österreich über die Rinderdatenbank der AMA umgesetzt werden. Die Dokumentation von Tierarzneimittelanwendungen richtet sich in Deutschland nach dem Tierarzneimittelgesetz, in Österreich nach dem Tierarzneimittelgesetz und den zugehörigen Verordnungen. Herdenmanagement dient der Früherkennung von Abweichungen und der betrieblichen Entscheidungsfindung auf Basis überprüfbarer Daten.

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