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Rebblüte

Die Rebblüte bezeichnet den phänologischen Entwicklungsabschnitt der Weinrebe (Vitis vinifera), in dem die Blütenstände (Infloreszenzen) aufblühen und die Bestäubung sowie Befruchtung der zwittrigen Blüten erfolgen. Sie beginnt mit dem Abfallen der Blütenkäppchen (Calyptra) und erstreckt sich je nach Rebsorte, Standort und Witterung über einen Zeitraum von etwa acht bis vierzehn Tagen. In Österreich und Deutschland fällt der Blühbeginn im langjährigen Mittel in den Zeitraum von Ende Mai bis Mitte Juni; die phänologische Phase wird nach der BBCH-Skala dem Stadium 60 bis 69 zugeordnet. Die optimale Blühtemperatur liegt zwischen 20 °C und 25 °C bei geringer Niederschlagsneigung und mäßiger Luftfeuchtigkeit, da Regen, Kälte oder starker Wind den Blütenansatz und die Befruchtungsrate beeinträchtigen können.

Agronomisch und rechtlich relevant ist die Rebblüte insbesondere als Bezugszeitraum für Pflanzenschutzmaßnahmen gegen den Falschen Mehltau (Plasmopara viticola) sowie für die Einstufung von Ertrags- und Qualitätsprognosen. In der Düngeverordnung und in den ÖPUL-Richtlinien dient der Blühzeitpunkt als Referenz für die zeitliche Zuordnung von Nährstoffgaben und Dokumentationspflichten. Der Verlauf der Rebblüte bestimmt maßgeblich den weiteren phänologischen Rhythmus bis zur Reife und ist daher ein zentraler Parameter der weinbaulichen Standortbewertung.

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