Beregnungsanlage
Eine Beregnungsanlage ist eine technische Einrichtung der landwirtschaftlichen Bewässerung, die dazu dient, Kulturpflanzen auf dem Feld oder Grünland aktiv mit Wasser zu versorgen. Sie kommt überwiegend dort zum Einsatz, wo die natürliche Niederschlagsmenge für ein optimales Pflanzenwachstum nicht ausreicht oder zeitlich ungünstig verteilt ist. Die Anlage fördert Wasser aus einer Quelle (Brunnen, Fließgewässer, Speicherbecken) über ein Rohrleitungssystem und verteilt es mittels Düsen oder Düsenwagen als künstlichen Regen auf der Vegetationsfläche. Unterschieden werden ortsfest installierte Systeme (z. B. Kreisberegnungsmaschinen) und mobile Geräte wie Trommelberegner.
Die Steuerung erfolgt zunehmend sensorgestützt und bedarfsorientiert, um die Wassermenge an die aktuelle Evapotranspiration und den Bodenwassergehalt anzupassen. In Deutschland und Österreich unterliegt die Beregnung rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) bzw. dem Wasserrechtsgesetz (WRG), wonach eine wasserrechtliche Bewilligung für die Wasserentnahme erforderlich ist. Zudem sind Vorgaben der Düngeverordnung (DüV) zu beachten, da eine Beregnung die Nitratauswaschung beeinflussen kann. Im Rahmen des Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung (ÖPUL) kann die Beregnung in bestimmten Förderperioden als förderfähige Maßnahme zur Sicherung der Kulturführung gelten, sofern sie nachweislich wassersparend und bedarfsgerecht erfolgt.

