Ladewagen
Ein Ladewagen ist ein landwirtschaftliches Anbaugerät zur Aufnahme, zum Transport und zur Ablage von Grobfutter, insbesondere von Silage, Heu oder Stroh. Er wird in der Regel von einer Zugmaschine gezogen und verfügt über ein Aufnahmeaggregat, das das Erntegut vom Boden aufnimmt und über einen Fördersystem in den Laderaum befördert. Moderne Ladewagen sind mit Wiegeeinrichtungen, automatischen Lenksystemen und Dosierern zur gleichmäßigen Abgabe des Materials ausgestattet. Die Zerkleinerung des Ernteguts erfolgt durch rotierende Messerwerke, die die Partikellänge für die spätere Futteraufnahme oder Biogassubstratverwertung einstellen.
In der landwirtschaftlichen Praxis dient der Ladewagen als Alternative zum Feldhäcksler mit Transportfahrzeugen, insbesondere in kleineren und mittleren Betrieben. Die Einsatzgrenzen ergeben sich aus der zulässigen Gesamtmasse, der Fahrgeschwindigkeit und den boden- und hanglagigen Bedingungen. Rechtlich relevant sind die Vorgaben der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) sowie die Regelungen der Düngeverordnung (DüV) hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit von Nährstofftransporten, sofern der Ladewagen für die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern verwendet wird. Die ordnungsgemäße Reinigung und Wartung sind Voraussetzung für die Betriebssicherheit und die Vermeidung von Kreuzkontaminationen im Futtermittelbereich.

