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Produktionsausfall

Der Produktionsausfall bezeichnet in der Landwirtschaft den vollständigen oder teilweisen Verlust der erwarteten pflanzlichen oder tierischen Erzeugung innerhalb eines Produktionszyklus. Ursachen sind biotische Faktoren wie Schädlingsbefall oder Pflanzenkrankheiten sowie abiotische Faktoren wie Dürre, Frost, Hagel oder Staunässe. Auch technische Defekte oder managementbedingte Fehler können einen Produktionsausfall auslösen. Maßgeblich ist die Differenz zwischen dem erwarteten Ertrag bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung und dem tatsächlich realisierten Ertrag, wobei die betriebsübliche Sorgfalt als Referenz dient.

Rechtlich relevant ist der Begriff im Kontext der landwirtschaftlichen Betriebsversicherung (Mehrgefahrenversicherung) sowie bei staatlichen Beihilfen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU. Für die Geltendmachung von Versicherungsleistungen oder Ausgleichszahlungen ist eine quantifizierte Schadensdokumentation erforderlich, die den Zeitpunkt des Schadenseintritts, die betroffene Fläche und den Umfang des Ertragsverlustes nachweist. In Österreich und Deutschland wird der Produktionsausfall zudem bei der Ermittlung von Betriebsprämien oder im Rahmen der Düngeverordnung als Kriterium für die Anpassung der Düngung herangezogen. Die Bewertung erfolgt auf Basis langjähriger Durchschnittserträge und berücksichtigt standortspezifische Bedingungen.

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