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Kot-Harn-Trennung

Die Kot-Harn-Trennung bezeichnet in der landwirtschaftlichen Tierhaltung ein Verfahren zur getrennten Erfassung von Fäzes und Urin, vornehmlich bei Rindern, Schweinen und Geflügel. Ziel ist die Erzeugung zweier stofflich unterschiedlicher Wirtschaftsdünger-Fraktionen: eines festen, phosphor- und kohlenstoffreichen Kotes sowie eines flüssigen, stickstoff- und kaliumreichen Harns. Technisch erfolgt die Trennung entweder direkt im Stall über perforierte Bänder, Schrägböden oder spezielle Spaltenböden mit getrennter Kanalisation oder nachgelagert in der Gülleaufbereitung mittels Separatoren, Zentrifugen oder Siebpressen.

Die getrennte Erfassung ermöglicht eine bedarfsgerechtere Düngung, da die Nährstoffverhältnisse der Fraktionen gezielt an die Pflanzenbedürfnisse angepasst werden können. Zudem reduziert die Abtrennung des Harns die Ammoniakemissionen aus dem Stall und dem Lager, da die Harnstoff-Hydrolyse in der festen Phase verlangsamt wird. Im Kontext der Düngeverordnung (DüV) und des österreichischen ÖPUL-Programms kann die Kot-Harn-Trennung zur Senkung der Stickstoffüberschüsse und zur Verbesserung der Nährstoffbilanz beitragen. Die Verfahrenstechnik ist jedoch mit höheren Investitions- und Betriebskosten verbunden und erfordert eine angepasste Lager- und Ausbringlogistik.

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