kreislauforientierte Tierhaltung
Die kreislauforientierte Tierhaltung bezeichnet ein Produktionssystem in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung, bei dem die Nährstoffflüsse – insbesondere Stickstoff und Phosphor – zwischen Tierbestand und Pflanzenbau geschlossen werden, um Nährstoffausträge in die Umwelt zu reduzieren und die Ressourceneffizienz zu steigern. Wesentlich ist die flächengebundene Tierhaltung, bei der die Tierzahl an die betriebseigene oder vertraglich genutzte landwirtschaftliche Fläche angepasst wird, sodass der anfallende Wirtschaftsdünger (Gülle, Mist, Jauche) gemäß der geltenden Düngeverordnung (DüV) und den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis ausgebracht werden kann. Der Zukauf von Futtermitteln und mineralischen Düngern wird reduziert, da die Futterproduktion auf den eigenen Flächen erfolgt und die Nährstoffe über den Dung wieder in den Betriebskreislauf zurückgeführt werden.
Im Jahr 2026 wird die kreislauforientierte Tierhaltung in Österreich und Deutschland maßgeblich durch rechtliche Rahmenbedingungen wie das ÖPUL (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft) und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) gestützt. Förderfähig sind Betriebe mit einer maximalen Besatzdichte von 2,0 Großvieheinheiten (GVE) je Hektar, ferner sind Maßnahmen wie Weidegang, Auslauf und der Verzicht auf betäubungslose Kastration typische Elemente. Durch die Begrenzung der Nährstoffzufuhr und die innerbetriebliche Kreislaufschließung sollen die Anforderungen der DüV – insbesondere hinsichtlich der maximal zulässigen Stickstoff- und Phosphorbilanzen – eingehalten werden.

