pflanzenbasierte Ernährung
Der Begriff pflanzenbasierte Ernährung bezeichnet im agrartechnischen und ernährungswissenschaftlichen Kontext des Jahres 2026 ein Ernährungsmuster, das überwiegend oder ausschließlich auf Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs basiert. Hierzu zählen Gemüse, Obst, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen sowie daraus hergestellte verarbeitete Produkte. Im Gegensatz zur veganen oder vegetarischen Kostform ist die Definition nicht primär ethisch oder weltanschaulich, sondern rein stofflich und technologisch orientiert. Sie umfasst sowohl vollständig tierproduktfreie Rationen als auch Mischformen mit einem sehr geringen Anteil an tierischen Komponenten, sofern der Schwerpunkt der Nährstoffzufuhr auf pflanzlichen Quellen liegt.
Aus landwirtschaftlicher Sicht hat diese Ernährungsweise direkte Auswirkungen auf die Produktionssysteme. Sie führt zu einer erhöhten Nachfrage nach Speiseleguminosen, Ölsaaten und Getreide für die direkte Humanernährung, während die Nachfrage nach Futtergetreide und Silomais für die Tierhaltung relativ abnimmt. Rechtlich ist der Begriff im Jahr 2026 nicht als geschützte Verkehrsbezeichnung definiert, unterliegt aber den allgemeinen Kennzeichnungsvorschriften des Lebensmittelrechts für freiwillige Angaben. In der agrarökonomischen Modellierung wird die pflanzenbasierte Ernährung als ein Szenario für veränderte Flächennutzung und Nährstoffkreisläufe betrachtet, ohne dass eine normative Bewertung dieser Entwicklung vorgenommen wird.

