Phytoplankton
Phytoplankton bezeichnet die Gesamtheit der photoautotrophen, mikroskopisch kleinen Organismen, die in der lichtdurchfluteten (euphotischen) Zone von Gewässern schweben. Es umfasst einzellige Algen, Cyanobakterien und Kieselalgen, die mittels Chlorophyll und anderer Pigmente durch Photosynthese organische Substanz aus anorganischen Nährstoffen (Kohlenstoffdioxid, Stickstoff, Phosphat) aufbauen. In der Landwirtschaft ist Phytoplankton vor allem als Indikator für die Nährstoffbelastung von Oberflächengewässern relevant. Ein übermäßiges Wachstum, ausgelöst durch diffuse Nährstoffeinträge aus der Düngung (insbesondere Nitrat und Phosphat), kann zu Eutrophierung führen. Dies äußert sich in Algenblüten, die durch Sauerstoffzehrung und Toxinbildung die Wasserqualität beeinträchtigen. Die Düngeverordnung (DüV) von 2024 sowie die ÖPUL-Maßnahmen 2025–2026 in Österreich zielen darauf ab, solche Einträge durch präzise Nährstoffbilanzen und Gewässerabstandsregelungen zu minimieren. Die Überwachung des Phytoplanktons erfolgt mittels Chlorophyll-a-Messungen und dient der Bewertung des ökologischen Zustands von Gewässern gemäß Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).

