Grünland
Grünland bezeichnet landwirtschaftlich genutzte Flächen, die dauerhaft (in der Regel mindestens fünf Jahre) mit einer Gras- und Krautvegetation bestockt sind und nicht im Rahmen einer Fruchtfolge umgebrochen werden. Es umfasst sowohl natürliches als auch angesätes Grünland, das der Futtergewinnung durch Mahd oder Beweidung dient. Die botanische Zusammensetzung variiert stark in Abhängigkeit von Standortfaktoren wie Bodenart, Wasserhaushalt, Höhenlage und Nutzungsintensität. Im Jahr 2026 wird Grünland in Österreich und Deutschland rechtlich insbesondere durch die Düngeverordnung (DüV) sowie die Konditionalitäten der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) definiert. Die DüV schreibt für Grünland spezifische Obergrenzen für Stickstoffdüngung (170 kg N/ha aus Wirtschaftsdüngern) vor und untersagt die Düngung auf wassergesättigten oder schneebedeckten Flächen. Ökologisch erfüllt Grünland wesentliche Funktionen für den Erosionsschutz, die Grundwasserneubildung und die Biodiversität, insbesondere durch extensive Nutzungsformen wie Mähweiden oder Streuwiesen. Die Klassifikation erfolgt nach Nutzungstyp (Mähwiese, Weide, Mähweide) und Intensitätsstufe (intensiv, extensiv, brachgefallen).
