Sikahirsch
Der Sikahirsch (Cervus nippon) ist eine in Ostasien beheimatete Hirschart, die in Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland und Österreich, als Neozoon vorkommt. Die Art ist durch ein mittelgroßes Körpergewicht von 30 bis 70 Kilogramm und ein im Sommer geflecktes Fell gekennzeichnet. In der landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Praxis wird der Sikahirsch als Schalenwild eingestuft. Seine Nahrungssuche umfasst Gräser, Kräuter, Laub und landwirtschaftliche Kulturen, was zu Verbiss- und Schälschäden an Forstpflanzen sowie zu Fraßschäden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen führen kann. Die jagdrechtliche Behandlung des Sikahirschs ist in den jeweiligen Landesjagdgesetzen der Bundesländer geregelt; er unterliegt in der Regel der Bejagung, um Bestände zu regulieren und Schäden zu minimieren. Aufgrund seiner hohen Reproduktionsrate und Anpassungsfähigkeit kann die Art lokal hohe Populationsdichten erreichen. In der landwirtschaftlichen Schadensbewertung werden durch Sikahirsche verursachte Flurschäden analog zu denen des Rehwilds oder Damwilds behandelt. Die Art ist nicht in den Anhängen der FFH-Richtlinie gelistet, unterliegt jedoch den allgemeinen Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes als heimisch gewordene Tierart.
