Lupinen
Die Lupinen (Gattung Lupinus) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Fabaceae (Leguminosen). Im landwirtschaftlichen Kontext des Jahres 2026 werden in Mitteleuropa vorrangig die Arten Lupinus angustifolius (Blaue Süßlupine) und Lupinus albus (Weiße Lupine) als Körnerleguminosen kultiviert. Ihr Anbau dient der Erzeugung von proteinreichem Futter (ca. 30–40 % Rohprotein in der Trockenmasse) sowie der Gründüngung. Aufgrund ihrer Fähigkeit zur symbiotischen Stickstofffixierung mit Rhizobien-Bakterien tragen Lupinen zur Reduktion des mineralischen Stickstoffdüngereinsatzes bei und verbessern die Humusbilanz. Die Züchtung alkaloidarmer Sorten (Süßlupinen) ist Voraussetzung für die Verfütterung an Monogastrier. Rechtlich unterliegt der Anbau in Österreich und Deutschland den Vorgaben des GAP-Strategieplans 2023–2027, wobei Lupinen als förderfähige Eiweißpflanze im Rahmen der Öko-Regelungen (z. B. ÖR 2) gelten. Die Düngeverordnung (DüV) erlaubt eine Anrechnung der Vorfruchtwirkung auf die N-Düngebedarfsermittlung. Die Ernte erfolgt bei Vollreife mit einem Mähdrescher; die Druschfeuchte sollte unter 14 % liegen. Lupinen sind zudem als glutenfreie Lebensmittelzutat von Bedeutung.
