Agrarbildungszentrum

Ein Agrarbildungszentrum ist eine spezialisierte, rechtlich selbstständige oder angegliederte Bildungseinrichtung im Agrarbereich, die der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften für die Land- und Forstwirtschaft sowie den ländlichen Raum dient. Die Einrichtungen sind in der Regel nach landesrechtlichen Vorschriften der Bundesländer in Deutschland und Österreich anerkannt und unterliegen der Aufsicht der jeweiligen Landwirtschaftskammern oder -ministerien. Das Curriculum umfasst fachtheoretische und -praktische Module, die auf die aktuellen Anforderungen der Agrarpolitik, des Pflanzenbaus, der Tierhaltung, der Betriebswirtschaft sowie des Umwelt- und Ressourcenschutzes abgestimmt sind. Die Ausbildung erfolgt auf Basis der geltenden Ausbildungsordnungen, des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) sowie der jeweiligen Dünge- und Pflanzenschutzrechtsverordnungen. Agrarbildungszentren bieten zudem häufig überbetriebliche Lehrgänge, Meistervorbereitungslehrgänge und Zertifikatslehrgänge zu Spezialthemen wie Digitalisierung oder Direktvermarktung an. Die Finanzierung erfolgt durch öffentliche Mittel, Teilnehmerbeiträge und projektgebundene Fördermittel der EU-Agrarpolitik.