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extensive Bewirtschaftung

Die extensive Bewirtschaftung bezeichnet im Agrarwesen eine Form der landwirtschaftlichen Nutzung, die durch einen im Vergleich zur intensiven Bewirtschaftung geringeren Einsatz von Betriebsmitteln wie Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln und Energie sowie eine niedrigere Besatzdichte bei der Tierhaltung gekennzeichnet ist. Charakteristisch sind geringere Erträge pro Flächeneinheit, die jedoch durch eine höhere Produktqualität und eine geringere Umweltbelastung kompensiert werden können. In der Tierhaltung umfasst dies Weidehaltung mit niedrigem Viehbesatz, während im Ackerbau weite Fruchtfolgen und der Verzicht auf ertragssteigernde Maßnahmen typisch sind.

Rechtlich ist die extensive Bewirtschaftung in Österreich und Deutschland durch verschiedene Agrarumweltprogramme definiert, wie das Österreichische Programm für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) oder die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU. Diese Programme fördern extensive Praktiken, um Biodiversität, Bodenschutz und Gewässerschutz zu gewährleisten. Die Düngeverordnung (DüV) setzt zudem Obergrenzen für Stickstoffdüngung, die bei extensiver Wirtschaftsweise oft unterschritten werden. Die Definition variiert je nach Kultur und Region, basiert aber stets auf dem Prinzip der nachhaltigen Ressourcennutzung ohne Maximierung des wirtschaftlichen Ertrags.