trockenresistente Pflanzensorten
Trockenresistente Pflanzensorten sind landwirtschaftliche Kulturpflanzenvarietäten, die durch züchterische Selektion oder gentechnische Modifikation über physiologische und morphologische Anpassungsmechanismen verfügen, um unter Bedingungen limitierter Wasserverfügbarkeit einen signifikanten Ertragsvorteil gegenüber konventionellen Sorten zu erzielen. Diese Resistenz basiert auf komplexen Merkmalen wie einem effizienteren Wurzelsystem zur Wasseraufnahme, einer reduzierten Transpirationsrate durch veränderte Spaltöffnungsdichte oder -kinetik sowie der Fähigkeit zur osmotischen Anpassung durch Akkumulation kompatibler Solute wie Prolin oder Glycinbetain. Im Jahr 2026 sind in Österreich und Deutschland für Hauptkulturen wie Winterweizen, Körnermais und Zuckerrüben Sorten mit verbesserter Trockenstresstoleranz im Sortenregister eingetragen, deren Eignung nach den Kriterien des Bundessortenamtes bzw. der AGES geprüft wird. Die Anwendung solcher Sorten stellt eine ackerbauliche Anpassungsstrategie an zunehmende sommerliche Trockenperioden dar, ohne dass hierdurch die Einhaltung der Düngeverordnung oder der guten fachlichen Praxis in der Bewässerungswirtschaft ersetzt wird. Die Ertragsstabilität unter Trockenstress wird als relatives Maß im Vergleich zu Standardsorten in mehrjährigen Prüfungen ermittelt.
