Regeneration
Der Begriff Regeneration bezeichnet in der Landwirtschaft des Jahres 2026 die natürliche oder gesteuerte Wiederherstellung der Funktions- und Leistungsfähigkeit von Agrarökosystemen nach einer Phase der Nutzung oder Störung. Im Fokus stehen dabei die Regeneration des Bodens, der Biodiversität sowie der Wasser- und Nährstoffkreisläufe. Auf pedologischer Ebene umfasst die Regeneration den Wiederaufbau von organischer Bodensubstanz, die Stabilisierung des Bodengefüges und die Wiederbelebung der mikrobiellen Aktivität. In der Pflanzenproduktion wird der Begriff auf die Erholungsphase von Kulturpflanzen nach Stressereignissen wie Trockenheit, Staunässe oder Schädlingsbefall angewandt. Die landwirtschaftliche Praxis setzt hierzu Verfahren wie den Anbau von Zwischenfrüchten, die Einarbeitung von Gründüngung, reduzierte Bodenbearbeitung sowie die Etablierung mehrjähriger Fruchtfolgen ein. Rechtlich ist die Regeneration im Kontext der guten fachlichen Praxis nach § 17 Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) sowie der Düngeverordnung (DüV) verankert, die eine nachhaltige Nutzung und Vermeidung von Degradation fordern. In Österreich wird die Regeneration durch Maßnahmen des ÖPUL-Programms gefördert, insbesondere durch die erosionsmindernde Bewirtschaftung und den Verzicht auf mineralische Stickstoffdüngung in bestimmten Kulturen.

