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Bodenfeuchte

Die Bodenfeuchte bezeichnet den aktuellen, volumetrischen oder gravimetrischen Wassergehalt des Bodens, der als entscheidender Standortfaktor die physikalischen, chemischen und biologischen Prozesse im Boden maßgeblich beeinflusst. Sie wird in der Regel als Anteil des Wasservolumens am Gesamtbodenvolumen (Volumenprozent) oder als Masse des Wassers bezogen auf die Trockenmasse des Bodens (Massenprozent) angegeben. Die Bodenfeuchte resultiert aus der Differenz von Niederschlag, Bewässerung, kapillarem Aufstieg sowie Evapotranspiration und Tiefenversickerung. Für die landwirtschaftliche Praxis ist die nutzbare Feldkapazität, also der Anteil des Bodenwassers, der von Pflanzenwurzeln aufgenommen werden kann, von zentraler Bedeutung. Die Messung der Bodenfeuchte erfolgt mittels tensiometrischer, dielektrischer oder gravimetrischer Verfahren. Im Kontext der Düngeverordnung (DüV) und des österreichischen Aktionsprogramms Nitrat ist die Bodenfeuchte ein relevanter Parameter zur Bestimmung der Befahrbarkeit und zur Vermeidung von Bodenverdichtungen sowie zur Steuerung der Stickstoffdüngung, um Nitratauswaschungen zu minimieren. Eine zu geringe Bodenfeuchte limitiert das Pflanzenwachstum durch Trockenstress, während eine zu hohe Bodenfeuchte zu Sauerstoffmangel im Wurzelraum und reduzierter Durchlüftung führt.