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Reissetzlinge

Reissetzlinge sind junge Reispflanzen (Oryza sativa), die im Alter von etwa 20 bis 30 Tagen aus einem speziell angelegten Saatbeet (Anzuchtbeet) entnommen und zur weiteren Kultivierung auf das geflutete Hauptfeld (Nassfeld) verpflanzt werden. Dieses Verfahren, die Pflanzreis-Kultur, ist die vorherrschende Anbaumethode im österreichischen und europäischen Nassreisanbau, insbesondere in den Regionen des Seewinkels und der südlichen Steiermark. Die Setzlinge weisen zu diesem Zeitpunkt in der Regel drei bis vier Blätter und eine Wuchshöhe von 10 bis 15 Zentimetern auf. Die Verwendung von Reissetzlingen ermöglicht eine gleichmäßige Bestandesdichte und eine Verkürzung der Feldstandzeit, was für die Reifesicherheit unter den mitteleuropäischen Klimabedingungen essentiell ist. Die maschinelle Pflanzung erfolgt mittels spezieller Reispflanzmaschinen, die eine exakte Setztiefe von etwa zwei bis drei Zentimetern im schlammigen Boden gewährleisten. Die Qualität der Setzlinge, insbesondere eine kräftige Durchwurzelung und ein gesunder, unverletzter Spross, ist ein entscheidender Faktor für den Ertrag und die Standfestigkeit des Bestandes. Die Anzucht erfolgt in kontrollierter Umgebung, um eine gleichmäßige Keimung und ein optimales Jugendwachstum zu sichern.