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Feldmaus

Die Feldmaus (Microtus arvalis) ist ein Nagetier aus der Familie der Wühler (Cricetidae) und zählt im mitteleuropäischen Raum, insbesondere in Österreich und Deutschland, zu den bedeutendsten landwirtschaftlichen Schaderregern im Ackerbau. Es handelt sich um eine tag- und nachtaktive Art, die vorwiegend oberirdische Pflanzenteile wie Gräser, Klee, Getreidehalme und Rübenblätter frisst. Charakteristisch ist ihr zyklisches Massenwechselverhalten, das in Abhängigkeit von Witterung, Nahrungsangebot und natürlichen Feinden zu lokalen Gradationen führen kann.

Im integrierten Pflanzenschutz wird die Bekämpfung der Feldmaus vorrangig durch präventive Maßnahmen wie die Förderung von Nützlingen (Greifvögel, Wiesel) und die Anlage von Feldlerchenfenstern oder Blühstreifen geregelt. Bei Überschreitung der wirtschaftlichen Schadensschwelle, die im Getreidebau bei etwa 200 bis 300 aktiven Bauten pro Hektar liegt, sind mechanische Verfahren (tiefes Grubbern) oder der Einsatz zugelassener Rodentizide auf Basis von Zinkphosphid oder Wirkstoffen der Gruppe der Antikoagulanzien möglich. Die Anwendung unterliegt strengen rechtlichen Vorgaben der Pflanzenschutzmittelverordnung (EU) 1107/2009 sowie der nationalen Pflanzenschutzgesetze. Resistenzentwicklungen, insbesondere gegen gerinnungshemmende Wirkstoffe, werden durch das Monitoring der Pflanzenschutzdienste überwacht.