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Stickstoffdünger

Stickstoffdünger sind landwirtschaftliche Betriebsmittel, die Pflanzen mit dem Hauptnährelement Stickstoff (N) versorgen. Chemisch betrachtet handelt es sich überwiegend um anorganische Verbindungen wie Ammoniumnitrat, Harnstoff, Kalkammonsalpeter oder Ammoniumsulfat, die durch technische Synthese (Haber-Bosch-Verfahren) hergestellt werden. Organische Stickstoffdünger umfassen Wirtschaftsdünger (Gülle, Jauche, Festmist) sowie Gärreste aus Biogasanlagen. Die Anwendung von Stickstoffdüngern dient der Sicherstellung des pflanzlichen Ertrags und der Qualität, insbesondere bei Getreide, Mais und Raps. Die Ausbringung unterliegt in Österreich und Deutschland strengen rechtlichen Vorgaben, vor allem der Düngeverordnung (DüV) und der Nitratrichtlinie. Diese regeln unter anderem Obergrenzen für die Stickstoffdüngung (maximal 170 kg N/ha aus Wirtschaftsdüngern im Nitratgebiet), Sperrfristen sowie die Verpflichtung zur Düngebedarfsermittlung auf Basis von Bodenuntersuchungen (Nmin-Methode). Ziel dieser Regelungen ist die Minimierung von Stickstoffverlusten in Grund- und Oberflächengewässer. Die Effizienz der Düngung wird durch den Einsatz von stabilisierten Düngern (mit Nitrifikationshemmern) oder durch eine teilflächenspezifische Applikation (Präzisionsdüngung) erhöht.