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Grundwassermessstellen

Grundwassermessstellen sind bauliche Anlagen, die der systematischen Erfassung der quantitativen und qualitativen Beschaffenheit des Grundwassers dienen. Sie bestehen in der Regel aus einem Bohrloch, einem Filterrohr und einem Aufsatzrohr, das den Zugang für Messgeräte ermöglicht. Die Standortauswahl erfolgt nach hydrogeologischen Kriterien, um repräsentative Daten für einen bestimmten Grundwasserleiter zu gewinnen. In der landwirtschaftlichen Praxis sind Grundwassermessstellen zentrale Elemente des Monitorings zur Einhaltung der Düngeverordnung (DüV) und der Nitratrichtlinie. Sie liefern kontinuierliche oder diskontinuierliche Daten zu Parametern wie Nitratgehalt, pH-Wert, elektrischer Leitfähigkeit und Grundwasserstand. Die Messergebnisse dienen der Bewertung von Stoffeinträgen aus der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung, insbesondere aus der Düngung. Die Einrichtung und der Betrieb von Grundwassermessstellen unterliegen den wasserrechtlichen Vorschriften der Bundesländer sowie den technischen Regelwerken, wie dem DVGW-Arbeitsblatt W 110. Die Daten werden in öffentlichen Messnetzen, etwa den Länderdienststellen, sowie in betrieblichen Eigenkontrollsystemen erfasst und fließen in die Bewertung von Maßnahmenprogrammen zur Reduzierung von Nährstoffeinträgen ein.