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Wildschweinpopulation

Die Wildschweinpopulation bezeichnet den Gesamtbestand an Individuen der Art Sus scrofa (Wildschwein) in einem definierten geografischen Raum zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Populationsdichte wird in der Wildtierbiologie durch methodische Verfahren wie Losungszählungen, Kirrstock- oder Wärmebildbefliegungen ermittelt. In Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland und Österreich, unterliegt die Populationsdynamik starken jahreszeitlichen und klimatischen Schwankungen, die durch die hohe Reproduktionsrate (Fruchtbarkeit) der Bachen sowie durch das Nahrungsangebot (Mastjahre der Rotbuche und Eiche) bestimmt werden. Die jagdliche Bewirtschaftung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Landesjagdgesetze, wobei die Abschussplanung als zentrales Instrument der Bestandsregulierung dient. Die Bejagung zielt auf eine Reduktion der Populationsdichte ab, um landwirtschaftliche Schäden an Mais-, Getreide- und Grünlandflächen sowie das Risiko der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Hausschweinebestände zu minimieren. Die rechtlichen Grundlagen für die Entnahme von Wildschweinen sind in den Bundes- und Landesjagdgesetzen sowie in den Tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügungen zur ASP-Bekämpfung festgelegt.