Mähdrusch
Der Mähdrusch ist ein ein- oder mehrphasiges Ernteverfahren, bei dem das Abschneiden (Mähen) und das Dreschen des Getreides oder anderer Halmfrüchte in einem Arbeitsgang kombiniert werden. Dieses Verfahren wird mittels eines Mähdreschers durchgeführt, der die Pflanzen auf dem Halm erfasst, die Körner aus den Ähren oder Rispen löst, diese reinigt und in einem Korntank sammelt, während das Stroh und die Spreu auf dem Feld abgelegt oder gehäckselt werden.
Im Jahr 2026 ist der Mähdrusch in Österreich und Deutschland die dominierende Erntemethode für Getreide, Raps, Mais (Körnermais) sowie für Leguminosen wie Sojabohnen und Ackerbohnen. Die Verfahrenstechnik umfasst hydraulische und elektrische Antriebe, GPS-gestützte Lenksysteme sowie Ertragskartierung zur teilflächenspezifischen Dokumentation. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die Düngeverordnung (DüV) und das ÖPUL-Programm, fordern eine verlustarme Ernte und eine ordnungsgemäße Strohverteilung oder -bergung, um Nährstoffkreisläufe zu schließen und die Bodengesundheit zu erhalten. Der optimale Erntezeitpunkt liegt bei einer Kornfeuchte von etwa 14 bis 16 Prozent, um Beschädigungen zu vermeiden und eine sichere Lagerung zu gewährleisten.


