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Körnermais

Körnermais bezeichnet die Reifeform des Maises (Zea mays), bei der die Körner einen Trockensubstanzgehalt von mindestens 65 % erreicht haben und somit physiologisch ausgereift sind. Im Gegensatz zu Silomais, der als Ganzpflanze zur Biogas- oder Futtergewinnung geerntet wird, dient Körnermais primär der Gewinnung der reifen, trockenen Körner. Diese werden nach der Ernte mittels Mähdrescher gedroschen und anschließend getrocknet, um eine lagerfähige Feuchte von etwa 14 % zu erreichen. Die Hauptnutzung liegt in der menschlichen Ernährung (z. B. als Popcorn-, Speise- oder Maismehlmais) sowie als energiereiches Kraftfutter in der Tierhaltung, insbesondere für Schweine und Geflügel. Zudem findet Körnermais in der industriellen Verarbeitung zu Stärke, Öl oder Bioethanol Verwendung. Der Anbau erfolgt vorwiegend in Gunstlagen mit ausreichender Wärmesumme, da die Abreife der Kolben eine längere Vegetationsperiode erfordert als bei Silomais. Die Sortenwahl richtet sich nach der Kornbeschaffenheit (Zahnmais, Hartmais, Puffmais) und dem Reifetyp (früh-, mittel- oder spätreifend). Ertrag und Qualität werden maßgeblich durch Wasser- und Nährstoffversorgung, Bestandesdichte sowie den Erntezeitpunkt beeinflusst.