VDMP
Der Begriff VDMP steht für Verdichtungsempfindliche und Dränungsbedürftige Mineralische Problemböden. Es handelt sich um eine bodenkundliche Klassifikation, die im Rahmen der österreichischen ÖPUL-Maßnahme „Vorbeugender Grundwasserschutz“ sowie in der deutschen bodenkundlichen Kartieranleitung (KA6) definiert ist. VDMP-Böden zeichnen sich durch eine hohe Lagerungsdichte, geringe gesättigte Wasserleitfähigkeit und ein erhöhtes Risiko für Staunässe aus. Die Bodenart umfasst häufig schluffige Tone oder tonige Schluffe mit einem Tongehalt über 30 Prozent. Aufgrund der natürlichen Verdichtungsneigung und der unzureichenden Dränungswirkung des Unterbodens sind diese Standorte besonders anfällig für Oberflächenabfluss und laterale Wasserbewegungen. In der landwirtschaftlichen Praxis wird die VDMP-Einstufung zur Beurteilung der standortangepassten Bewirtschaftung herangezogen, insbesondere zur Festlegung von Sperrfristen für die Düngung und zur Planung von Dränungsmaßnahmen. Die rechtliche Relevanz ergibt sich aus der Düngeverordnung (DüV) und den jeweiligen Landesverordnungen, die für VDMP-Flächen spezifische Bewirtschaftungsauflagen vorsehen, um Nährstoffausträge in Gewässer zu minimieren.

