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Sojaanbaufläche

Die Sojaanbaufläche bezeichnet die landwirtschaftlich genutzte Fläche, die im jeweiligen Wirtschaftsjahr mit der Kulturpflanze Soja (Glycine max) bestellt wird. Sie wird in Hektar (ha) gemessen und dient als zentrale Kennzahl für die Produktionsausdehnung dieser Leguminose. Die Erfassung erfolgt im Rahmen der Agrarstatistik, unter anderem durch das Integrierte Verwaltungs- und Kontrollsystem (InVeKoS) der Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die Flächenangabe ist Grundlage für die Berechnung des Ernteertrags und für die Beantragung von Agrarzahlungen, etwa der gekoppelten Eiweißpflanzenprämie im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU. Die Ausdehnung der Sojaanbaufläche in Deutschland und Österreich ist seit den 2010er Jahren gestiegen, bedingt durch die Nachfrage nach gentechnikfreiem Futtersoja und die agronomischen Vorteile des Sojaanbaus, wie die biologische Stickstofffixierung. Die Flächenkonkurrenz zu anderen Kulturen, insbesondere Getreide und Mais, sowie die Anforderungen an die Fruchtfolgegestaltung und die Einhaltung der Düngeverordnung (DüV) begrenzen jedoch die maximale Ausdehnung der Sojaanbaufläche. Die exakte Flächenermittlung ist für die Erstellung von Stickstoffbilanzen und die Bewertung der Biodiversität in Agrarlandschaften von Bedeutung.