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Schwund

Der Begriff Schwund bezeichnet in der Landwirtschaft den messbaren oder kalkulatorischen Verlust an pflanzlicher oder tierischer Biomasse während der Produktion, Ernte, Lagerung, Aufbereitung oder des Transports. Ursachen sind biologische Prozesse wie Atmung, Verdunstung, mikrobieller Befall oder mechanische Beschädigungen. Im Ackerbau umfasst Schwund beispielsweise den Kornverlust durch Auswuchs, Bruchkorn oder Ausfall beim Mähdrusch sowie die Gewichtsabnahme durch Trocknung und Feuchtigkeitsentzug bei der Einlagerung. In der Tierhaltung bezieht sich Schwund auf den Lebendgewichtsverlust von Schlachttieren während des Transports oder der Wartezeit vor der Schlachtung, bedingt durch Stress, Flüssigkeitsverlust oder Futterentzug. Rechtlich relevant ist der Begriff im Rahmen von Lieferverträgen, wo Toleranzgrenzen für Schwund vereinbart werden, sowie in der Düngeverordnung, da Nährstoffverluste durch Auswaschung oder gasförmige Emissionen als Schwund bilanziert werden müssen. Die präzise Erfassung des Schwunds ist für die betriebliche Erfolgsrechnung und die Einhaltung von Qualitätsstandards unerlässlich.