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Rücketechniken

Als Rücketechniken werden im Forst- und Agrarsektor die methodischen Verfahren zum bodenschonenden Transport von gefälltem Holz (Rundholz, Langholz) vom Fällort im Bestand zur nächstgelegenen befahrbaren Rückegasse oder Lagerfläche bezeichnet. Die Verfahren dienen der Überwindung der Distanz zwischen Entnahme- und Sammelpunkt unter Minimierung von Bodenverdichtung und Schäden am verbleibenden Bestand. Unterschieden wird primär zwischen bodengebundener und seilgestützter Rückung. Zu den bodengebundenen Techniken zählt der Einsatz von Forstschleppern (Forwarder) oder landwirtschaftlichen Traktoren mit Seilwinde oder Rückezange, wobei das Holz teilweise oder vollständig über den Boden gezogen wird (Schleifrückung). Die seilgestützte Rückung mittels Seilkran oder Seilwinde wird vorrangig in Steillagen oder auf empfindlichen Standorten eingesetzt, um den Bodeneingriff zu reduzieren. Die Wahl der Technik ist abhängig von Hangneigung, Bodenart, Bestandsdichte und den geltenden forstrechtlichen Vorgaben, insbesondere der Bundeswaldinventur und der Einhaltung von Bodenschutzkriterien gemäß § 10 Bundeswaldgesetz. Moderne Verfahren integrieren zunehmend GPS-gestützte Rückegassenplanung und den Einsatz von Rückeschleppern mit Bereifung mit niedrigem Bodendruck zur Reduktion von Strukturschäden.