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Mineraldünger

Mineraldünger sind industriell hergestellte oder aus mineralischen Rohstoffen gewonnene Düngemittel, die Pflanzennährstoffe in konzentrierter, pflanzenverfügbarer Form enthalten. Sie werden nach der Düngeverordnung (DüV) in der jeweils gültigen Fassung von 2026 als synthetische oder aufbereitete anorganische Stoffe definiert, die der Nährstoffversorgung von Kulturpflanzen dienen. Die Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) liegen in wasserlöslichen oder citratlöslichen Verbindungen vor, beispielsweise als Ammoniumnitrat, Harnstoff, Triple-Superphosphat oder Kaliumchlorid.

Die Anwendung von Mineraldüngern unterliegt in Österreich und Deutschland strengen rechtlichen Vorgaben, insbesondere der Düngeverordnung und dem Aktionsprogramm Nitratrichtlinie. Die Ausbringung ist an die Bedarfsermittlung nach dem Prinzip der guten fachlichen Praxis gebunden, wobei Nährstoffvergleiche und Sperrfristen zu beachten sind. Im ÖPUL (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft) werden Mineraldünger im ökologischen Landbau grundsätzlich nicht eingesetzt. Die sachgerechte Anwendung zielt auf eine bedarfsgerechte Ernährung der Pflanzen ab, wobei die Nährstoffeffizienz durch boden- und pflanzenbauliche Maßnahmen optimiert werden kann. Die Lagerung hat in gekennzeichneten, trockenen Räumen getrennt von organischen Düngern zu erfolgen.