Ladeautomatik

Die Ladeautomatik bezeichnet in der modernen Landwirtschaft ein elektronisch gesteuertes System zur selbsttätigen Befüllung von Verteilgeräten, insbesondere von Düngerstreuern und Sämaschinen. Technisch realisiert wird dies durch eine Kombination aus Füllstandssensoren, einer Steuereinheit und einem hydraulischen oder elektrischen Antrieb, der das Nachladen aus einem Vorratsbehälter, meist einem Anhänger oder einem stationären Silo, auslöst. Die Aktivierung erfolgt in der Regel auf Basis eines vordefinierten Schwellenwerts des Füllstands im Arbeitsbehälter, wobei die Sensorik kontinuierlich den Befüllungsgrad erfasst und bei Unterschreitung des Sollwerts den Nachladevorgang initiiert. Die Ladeautomatik dient der Steigerung der Flächenleistung und der Reduzierung von Stillstandszeiten, da der Fahrzeugführer nicht manuell nachladen muss. Aus rechtlicher Perspektive unterliegen diese Systeme den Vorschriften der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG sowie der harmonisierten Norm DIN EN ISO 4254-1, welche die Sicherheit von landwirtschaftlichen Maschinen regelt. Die korrekte Kalibrierung der Sensorik ist für die Einhaltung der Düngeverordnung (DüV) von Bedeutung, da eine Überfüllung oder Fehlbefüllung zu ungleichmäßiger Ausbringung und damit zu Nährstoffverlusten führen kann.