Klima- und Energiefonds
Der Klima- und Energiefonds ist ein österreichischer Förderfonds, der auf Basis des Klima- und Energiefondsgesetzes (KLI.EN-Fonds-Gesetz) als juristische Person des öffentlichen Rechts eingerichtet wurde. Seine primäre Aufgabe ist die finanzielle Unterstützung von Maßnahmen zur Erreichung der nationalen Klima- und Energieziele, insbesondere der Treibhausgasreduktion, der Steigerung der Energieeffizienz und des Ausbaus erneuerbarer Energieträger. Im landwirtschaftlichen Kontext fungiert der Fonds als zentrale Förderabwicklungsstelle für investive Maßnahmen in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben. Gefördert werden unter anderem die Anschaffung von emissionsarmen landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen, die Errichtung von Photovoltaikanlagen zur Eigenstromversorgung, die Umstellung auf energieeffiziente Trocknungs- und Stalltechnik sowie Maßnahmen zur Hofdüngeraufbereitung. Die Förderabwicklung erfolgt nach den jeweils gültigen Förderrichtlinien, die regelmäßig aktualisiert werden. Die Mittelvergabe unterliegt dem unionsrechtlichen Beihilfenrecht und wird durch die zuständigen Bundesministerien kontrolliert. Der Fonds stellt damit ein zentrales Instrument der österreichischen Agrarpolitik zur Dekarbonisierung der Primärproduktion dar.

