Bestandsregulierung
Die Bestandsregulierung bezeichnet im Acker- und Pflanzenbau die Gesamtheit aller agrotechnischen, mechanischen, chemischen und biologischen Maßnahmen zur Steuerung der Bestandesdichte, der Bestandesstruktur und des Konkurrenzgefüges innerhalb eines Pflanzenbestandes. Ziel ist die Optimierung des Ertragspotenzials und der Qualität der Kulturpflanze unter Berücksichtigung der standortspezifischen Anbaubedingungen und der geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der Düngeverordnung (DüV) und des Pflanzenschutzgesetzes (PflSchG). Die Regulierung umfasst sowohl die Anpassung der Aussaatstärke und der Reihenweite als auch die Steuerung des Auflaufens und der Jugendentwicklung. Im weiteren Sinne zählen hierzu auch Eingriffe zur Reduktion unerwünschter Begleitflora (Beikrautregulierung) und zur Steuerung der Bestockung bei Getreide. Die Wahl der Verfahren – von mechanischen Hack- und Striegelgängen über den Einsatz von Herbiziden bis hin zu biologischen Antagonisten – erfolgt auf Basis einer betriebsspezifischen Schadschwellenermittlung und unterliegt den Vorgaben des integrierten Pflanzenschutzes. Eine fachgerechte Bestandsregulierung trägt zur Ressourceneffizienz bei, indem sie die Konkurrenz um Wasser, Nährstoffe und Licht minimiert und die Gefahr von Ertragsausfällen durch abiotischen oder biotischen Stress verringert.

