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Bergwiesen

Bergwiesen sind landwirtschaftlich genutzte, artenreiche Grünlandflächen in montanen bis subalpinen Höhenlagen (etwa 800 bis 1.800 m ü. NN), die durch extensive Bewirtschaftung ohne Düngung oder mit sehr geringer Düngergabe gekennzeichnet sind. Sie entstehen durch jahrhundertelange Mahd oder Beweidung und weisen eine charakteristische Vegetation mit Kräutern wie Arnika, Trollblume und verschiedenen Enzianarten auf. Die Ertragsfähigkeit ist aufgrund der kurzen Vegetationsperiode und der niedrigen Temperaturen begrenzt, sodass die Nutzung meist ein- bis zweischürig erfolgt. Im Jahr 2026 unterliegen Bergwiesen in Österreich und Deutschland strengen agrarumweltrechtlichen Vorgaben, insbesondere im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und nationaler Programme wie ÖPUL. Die Düngeverordnung (DüV) untersagt in diesen sensiblen Ökosystemen den Einsatz von stickstoffhaltigen Düngemitteln weitgehend, um die Biodiversität und den Wasserhaushalt zu schützen. Die rechtliche Einstufung als „Dauergrünland mit hohem Naturwert“ (HNV-Farmland) führt zu spezifischen Förderkonditionen, die eine extensive Bewirtschaftung vorschreiben. Die Erhaltung dieser Flächen ist aus bodenschutzrechtlicher Perspektive relevant, da sie Erosion in Steillagen verhindern und als Kohlenstoffspeicher fungieren.