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Heuernte

Die Heuernte bezeichnet den landwirtschaftlichen Arbeitsgang der Gewinnung von getrocknetem Futter (Heu) aus Grünlandaufwuchs. Sie umfasst die Prozessschritte der Mahd, der Aufbereitung, der Trocknung und der Bergung des Ernteguts. Ziel ist die Konservierung des Grünfutters durch Wasserentzug auf einen Restfeuchtegehalt von typischerweise unter 15 %, um eine mikrobielle Zersetzung zu unterbinden und eine lagerstabile Futterkonserve zu erzeugen. Der Zeitpunkt der Heuernte wird maßgeblich durch den phänologischen Entwicklungsstand der Gräser und Leguminosen bestimmt, wobei der optimale Schnittzeitpunkt im Bereich des Ährenschiebens bis zum Beginn der Blüte liegt, um einen hohen Nährstoffgehalt zu sichern. Die Trocknung erfolgt überwiegend bodennah durch Schwaden und Wenden, wobei moderne Verfahren wie der Einsatz von Kreis- oder Trommelaufbereitern die Trocknungsdauer verkürzen. Rechtlich ist die Heuernte in Deutschland und Österreich durch das Düngerecht (Düngeverordnung, Aktionsprogramm Nitrat) sowie durch die Konditionalitäten der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) reguliert, die unter anderem Mindestzeiträume für den Schnitt zum Schutz von Bodenbrütern vorschreiben. Die Bergung erfolgt mittels Ballenpressen (Rund- oder Quaderballen) oder als loses Heu über Gebläse.