Rotorklasse
Die Rotorklasse ist eine technische Klassifizierung für landwirtschaftliche Anbaugeräte, insbesondere für Kreiselheuer, Kreiselzettwender und Rotorschwader. Sie definiert die maximal zulässige Drehzahl des Rotors in Umdrehungen pro Minute (U/min) und ist entscheidend für die Betriebssicherheit und die Einhaltung der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Die Einteilung erfolgt in der Regel in die Klassen A (niedrige Drehzahl, bis ca. 540 U/min) für schwere, bodenschonende Arbeiten und B (höhere Drehzahl, bis ca. 1000 U/min) für leichte, intensive Aufbereitung. Die korrekte Zuordnung eines Geräts zu einer Rotorklasse ist abhängig von der Bauart, der Zapfwellendrehzahl des Traktors und der spezifischen Einsatzempfehlung des Herstellers.
Die Wahl der Rotorklasse beeinflusst direkt die Arbeitsqualität und die mechanische Belastung der Komponenten. Eine Überschreitung der für die Klasse spezifizierten Drehzahl führt zu erhöhtem Verschleiß, ungleichmäßiger Futteraufbereitung und einem erhöhten Risiko von Maschinenschäden oder Unfällen. Im Jahr 2026 ist die Einhaltung der Rotorklasse ein zentraler Bestandteil der Maschinenprüfung nach § 4 der österreichischen Landarbeitsverordnung (LArbV) und der deutschen Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Die Angabe der Rotorklasse ist im Betriebshandbuch und auf dem Typenschild des Geräts verbindlich dokumentiert.

