Limousin-Rinderschau
Die Limousin-Rinderschau bezeichnet eine im deutschsprachigen Raum, insbesondere in Österreich und Deutschland, nach den Vorgaben der jeweiligen Zuchtverbände durchgeführte Veranstaltung zur Beurteilung und Klassifizierung von Zuchttieren der Rasse Limousin. Sie dient der objektiven Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung im Rahmen der tierischen Erzeugung. Auf einer solchen Schau werden die Tiere nach einem standardisierten, von der zuständigen Zuchtorganisation festgelegten Bewertungsschema durch qualifizierte, unabhängige Richter beurteilt. Die Bewertungskriterien umfassen gemäß dem Stand der Tierzucht im Jahr 2026 vorrangig die lineare Beschreibung des Exterieurs, die Bemuskelung, die Fundamentstärke sowie die Euteranlage bei weiblichen Tieren. Die Ergebnisse der Schau fließen in die Zuchtwertschätzung ein und dienen der Selektion von Zuchtbullen und Mutterkühen. Die Durchführung unterliegt den rechtlichen Rahmenbedingungen des Tierzuchtgesetzes, wobei die Dokumentation der Ergebnisse für die Führung des Herdbuchs und die Ausstellung von Abstammungsnachweisen erforderlich ist. Die Schau ist ein Instrument der angewandten Tierzucht und nicht mit einer kommerziellen Verkaufsveranstaltung gleichzusetzen, auch wenn sie häufig im Rahmen von Auktionen stattfindet.

