Beregnungsanlagen
Beregnungsanlagen sind technische Einrichtungen der landwirtschaftlichen Bewässerung, die Wasser mittels Druck über Düsen oder Rotatoren auf die Kulturfläche verteilen. Sie dienen der künstlichen Zufuhr von Wasser zur Sicherstellung des Pflanzenwachstums bei unzureichendem Niederschlag. Die Systeme werden nach Bauart und Einsatzweise unterschieden: Kreis- oder Linearberegner (Pivot- und Roll- bzw. Trommelberegnung) sowie ortsfeste oder mobile Anlagen mit Regnern auf Stativen oder Schleppschläuchen. Die Wasserentnahme erfolgt aus Grundwasser, Oberflächengewässern oder Speicherbecken, wobei die Beregnung in Deutschland und Österreich gemäß Wasserhaushaltsgesetz (WHG) bzw. Wasserrechtsgesetz (WRG) genehmigungspflichtig ist. Die Steuerung erfolgt zunehmend sensorgestützt und teilflächenspezifisch, um die Ausbringungsmenge an den aktuellen Bodenwassergehalt und den Pflanzenbedarf anzupassen. Die Beregnung unterliegt den Vorgaben der Düngeverordnung (DüV) hinsichtlich der Vermeidung von Nährstoffauswaschung, insbesondere bei der gleichzeitigen Applikation von Düngemitteln (Fertigation). Die Effizienz wird durch den Wirkungsgrad der Anlage und die Gleichmäßigkeit der Wasserverteilung bestimmt; moderne Systeme erreichen Wirkungsgrade von über 85 Prozent.

