Header monbile

Käfighaltung

Die Käfighaltung ist eine Form der Nutztierhaltung, bei der Tiere in abgegrenzten, meist aus Drahtgittern oder Kunststoff bestehenden Einrichtungen untergebracht werden. Im Kontext der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung bezieht sich der Begriff primär auf die Legehennenhaltung. In der Europäischen Union ist die konventionelle Käfighaltung von Legehennen seit dem 1. Januar 2012 durch die Richtlinie 1999/74/EG verboten. Stattdessen ist die Haltung in sogenannten ausgestalteten Käfigen (auch Kleingruppenhaltung genannt) zulässig. Diese Käfige bieten pro Henne eine Mindestfläche von 750 cm², einen Legenestbereich, Einstreu zum Scharren und Pickern sowie Sitzstangen und Krallenabnutzungsvorrichtungen. Die Haltung in ausgestalteten Käfigen unterliegt strengen baulichen und betrieblichen Anforderungen, die im deutschen Tierschutzgesetz und der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung präzisiert sind. In Österreich ist die Haltung von Legehennen in Käfigen jeglicher Bauart seit dem Jahr 2020 durch das Tierschutzgesetz verboten. Die Käfighaltung wird aufgrund der stark eingeschränkten Bewegungsmöglichkeit und des fehlenden Zugangs zu einem Auslauf von der landwirtschaftlichen Praxis zunehmend durch alternative Haltungsformen wie Boden-, Freiland- oder Biohaltung ersetzt.