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Bodenfeuchtesensor

Ein Bodenfeuchtesensor ist ein elektronisches Messgerät zur kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Erfassung des volumetrischen Wassergehalts im Boden. Die Funktionsweise basiert auf der Messung der dielektrischen Permittivität des Boden-Wasser-Luft-Gemisches, wobei die hohe Dielektrizitätskonstante von Wasser im Vergleich zu Bodenmatrix und Luft als Messprinzip dient. Gängige Bauformen umfassen kapazitive Sensoren, FDR-Sensoren (Frequenzbereichsreflektometrie) und TDR-Sensoren (Zeitbereichsreflektometrie). Die Sensoren werden in der Regel in der durchwurzelten Bodenschicht in Tiefen von 10 bis 60 cm installiert und liefern Daten zur Steuerung der Bewässerung sowie zur Optimierung des Düngemanagements im Rahmen der Düngeverordnung. Die Messgenauigkeit wird durch Faktoren wie Bodentemperatur, Salinität und Verdichtung beeinflusst, weshalb eine feld- oder schlagspezifische Kalibrierung erforderlich ist. Im Jahr 2026 sind drahtlose Sensornetzwerke mit LoRaWAN- oder NB-IoT-Anbindung Stand der Technik, die eine Echtzeit-Datenübertragung an Ackerschlagkarteien oder Cloud-Plattformen ermöglichen. Die Verwendung von Bodenfeuchtesensoren ist ein Instrument des präzisen Pflanzenbaus und dient der Ressourceneffizienz, ohne dass eine rechtliche Verpflichtung zur Anschaffung besteht.