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Hagelversicherung

Die Hagelversicherung ist eine spezifische Form der landwirtschaftlichen Elementarschadenversicherung, die landwirtschaftliche Kulturpflanzen gegen Schäden durch Hagelschlag absichert. Sie zählt zu den ältesten und am weitesten verbreiteten Spezialversicherungen im Agrarsektor. Der Versicherungsfall tritt ein, wenn Hagelkörner durch mechanische Einwirkung (Schlag, Quetschung, Abrieb) zu einer messbaren Ertragsminderung oder Qualitätsbeeinträchtigung der versicherten Feldfrüchte führen. Die Versicherungsleistung wird in der Regel auf Basis einer vorab vereinbarten Versicherungssumme pro Hektar und des tatsächlichen Schadensausmaßes ermittelt, wobei die Schadensfeststellung häufig durch amtlich zugelassene Schätzer erfolgt. In Deutschland und Österreich wird die Hagelversicherung oft als Monoversicherung oder als Teil einer Mehrgefahrenversicherung angeboten. Die Prämienkalkulation erfolgt risikoorientiert auf Grundlage langjähriger Hagelstatistiken, regionaler Gefährdungszonen und der spezifischen Kulturen. Staatliche Zuschüsse zur Prämie, wie sie im Rahmen der österreichischen Prämienförderung für landwirtschaftliche Versicherungen existieren, unterliegen den jeweils gültigen agrarrechtlichen Bestimmungen und sind nicht Bestandteil des Versicherungsvertrages selbst.