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NawaRo

Der Begriff NawaRo ist ein Akronym für Nachwachsende Rohstoffe und bezeichnet in der landwirtschaftlichen Fachsprache pflanzliche oder tierische Biomasse, die nicht primär der menschlichen oder tierischen Ernährung dient, sondern einer stofflichen oder energetischen Nutzung zugeführt wird. Zu den NawaRo zählen unter anderem Energiepflanzen wie Mais, Raps oder Miscanthus zur Biogas- oder Biodieselproduktion, sowie Faserpflanzen wie Hanf oder Flachs für die Dämmstoff- und Textilindustrie. Die Definition umfasst auch Pflanzen für die chemische Industrie, etwa zur Herstellung von Biokunststoffen oder Schmierstoffen.

Rechtlich und fördertechnisch ist der Anbau von NawaRo in Österreich und Deutschland durch die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU sowie nationale Regelungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das ÖPUL-Programm (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft) definiert. Die Flächennutzung unterliegt dabei strikten Vorgaben der Düngeverordnung und des Pflanzenschutzrechts. Die Produktion von NawaRo ist von der Nahrungsmittelproduktion getrennt zu betrachten, wobei die Flächenkonkurrenz zwischen diesen Nutzungsformen einen zentralen agrarökonomischen und -ökologischen Diskussionspunkt darstellt. Die Klassifikation als NawaRo erfolgt ausschließlich nach dem Verwendungszweck, nicht nach der Pflanzenart.