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Trächtiges Schaf in Kärnten gerissen – Wölfe treiben Bauern zur Verzweiflung

Ein neuerlicher Wolfsriss in Kärnten erschüttert die heimische Landwirtschaft. Ein trächtiges Mutterschaf wurde auf einer Alm gerissen – der Schock sitzt tief. „Mir kommen die Tränen, wenn ich sehe, was von meinem Tier übrig ist“, zitiert ein Lokalmedium den betroffenen Schafhalter. Der Vorfall ist nur der jüngste in einer Serie von Attacken, die die Existenz vieler Weidetierhalter bedrohen. Während die Politik zögert, wächst der Druck auf die Bauern.

Die blutige Bilanz: Immer mehr Risse, immer weniger Geduld

Laut Aufzeichnungen der Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ) wurden allein im Jahr 2023 über 600 Nutztiere durch Wölfe getötet – ein trauriger Rekord. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Besonders betroffen sind Schafe und Ziegen, aber auch Kälber fallen den Raubtieren zum Opfer. Die Almwirtschaft, ein jahrhundertealtes Kulturgut, steht vor dem Kollaps. „Wenn der Wolf nicht reguliert wird, geben wir auf“, drohen immer mehr Bauern. Die EU-FFH-Richtlinie macht einen Abschuss jedoch nahezu unmöglich – ein bürokratischer Albtraum für die Betroffenen.

Naturschutz vs. Bauernschutz: Eine unversöhnliche Debatte

Während Weidetierhalter auf schnelle und unbürokratische Abschüsse pochen, warnen Naturschutzorganisationen vor einer „Hexenjagd“ auf den Wolf. „Der Wolf ist streng geschützt und hat ein Recht auf Leben“, argumentiert der WWF. Doch die Realität auf den Almen sieht anders aus: Zäune und Herdenschutzhunde stoßen in steilem Gelände an ihre Grenzen. „Wir können nicht jeden Quadratmeter einzäunen“, klagt ein Kärntner Almbesitzer. Die Politik ist gefordert, einen Ausgleich zu schaffen – doch bisher fehlen konkrete Lösungen.

Was jetzt passieren muss: Forderungen der Bauernschaft

Die LKÖ fordert eine rasche Novelle des Jagdgesetzes, um „Problemwölfe“ gezielt entnehmen zu können. Zudem brauche es ein bundesweites Wolfsmanagement mit klaren Regeln. „Die Geduld der Bauern ist am Ende“, betont LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger. Auch die Entschädigungszahlungen müssten steigen – aktuell decken sie oft nicht den tatsächlichen Schaden. Der jüngste Riss in Kärnten zeigt: Die Zeit drängt. Jeder weitere Angriff könnte das Fass zum Überlaufen bringen.

Bildquelle: Unsplash (Unter der freien Unsplash-Lizenz verifiziert für kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzung)

Almwirtschaft, Kärnten, Schafriss, Weidetierhaltung, Wolf